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Unser Kirchendach wird saniert

Auf dieser Seite unserer Homepage werden wir über die Sanierung unseres Kirchendaches berichten. In diesem Jahr soll sie beginnen, die lang geplante Maßnahme, um unser über die Jahre schadhaft gewordenes Dach wieder herzurichten. In den kommenden Monaten informieren wir hier über die Arbeiten, veröffentlichen aktuelle Fotos von der Baustelle und zeigen den Fortschritt der Sanierung.

Diese Baumaßnahme wird der Kirchengemeinde finanziell sehr viel abverlangen, auch wenn die Landeskirche den größten Teil der Kosten trägt. Unsere Stiftung unterstützt die Baumaßnahme mit einem großen Anteil, aber dennoch fehlt uns ein beträchtlicher Teil für die Finanzierung. Einige Aktionen sind bereits geplant, um weitere Gelder zu erhalten. Auch darüber werden wir berichten. Erst kürzlich erbrachte ein Benefizkonzert der Ginsheimer Kantorei 525,- € zu Gunsten des Kirchendaches.

Geschichte der evangelischen Kirche in Ginsheim

Hans-Benno Hauf berichtet über die lange Geschichte unserer Kiche:

Im Jahr 1283 wird in Ginsheim am Altrheinufer an der Stelle der jetzigen Kirche ein kleines Gotteshaus errichtet und ein Jahr später die Pfarrei gegründet. Wegen der größer gewordenen Gemeinde, aber auch wegen der Baufälligkeit wird die alte Kirche 1744 abgerissen. Nach Plänen des Oberramstädter Pfarrers und Baumeisters Johann Conrad Lichtenberg entsteht eine neue Kirche für 350 Gemeindeglieder, mit einem großen Volksfest am letzten Sonntag im August 1746 eingeweiht. In ihr erklingt eine Barockorgel. Die hufeisenförmige Empore mit aufgemalten Bildern der Apostel ist für die Männer, das Kirchenschiff für Frauen und Kinder reserviert.

Bei der ersten Innenraumrenovierung 1857 werden die Malereien an der Empore nach dem Zeitgeist mit Bleiweiß überstrichen, die Kirche büßt einen Großteil ihrer Schönheit ein, die 1926 bei einer umfassenden Restaurierung wiederhergestellt werden kann. 1899 erhält der Kirchturm auf Kosten der bürgerlichen Gemeinde eine viertelstündlich schlagende Turmuhr mit vier weithin sichtbaren Zifferblättern. Vor Abgabe der Glocken für militärische Zwecke im Kriegsjahr 1917 tauschten die listigen Ginsheimer die 1662 gegossene Glocke[1] mit der kleinen Schulglocke und retten diese vor dem Einschmelzen. Zur Wiedereinweihung der renovierten Kirche stiftet 1927 Reichspräsident Hindenburg der Gemeinde eine eigenhändig unterschriebene Altarbibel, erstmals erklingt eine neue Orgel der Gebrüder Link aus Giengen an der Brenz.

In der Nacht vom 24. auf 25. April 1944 brennt die Kirche nach einem Luftangriff bis auf die Grundmauern nieder. Im Januar 1946 beauftragt der Kirchenvorstand den Wiesbadener Architekten Ernst Benner mit der Planung zum Wiederaufbau. Die neue Dachkonstruktion liefert im August 1947 das MAN-Werk Gustavsburg, Zimmermeister Faller aus Ginsheim und die Firma Gutbrod aus Gustavsburg belegen 1948 das Dach mit Holz und Pappe, bis die Währungsreform die Bauarbeiten unterbricht.   Im Oktober 1952 ziehen die Mainzer Firma Klingelschmitt und die Ginsheimer Fritz und Justus Rauch eine Rabitzdecke ein, verputzen die Wände und mauern den Kamin. Unmittelbar danach folgt der Einbau der Heizung.  Am 06.12.1953 weiht Kirchenpräsident Dr. Martin Niemöller die fertiggestellte neue Kirche. 1957 erfolgt der Einbau einer Kemper-Orgel, die einhergehend mit einer Umgestaltung des Altarraumes und der Empore im Jahr 2000 durch eine mit 980 Pfeifen bestückten Oberlinger-Orgel ersetzt wird.


[1] hängt heute noch im Ginsheimer Rathaus

 

 

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